Ein Brückenbauer mit Haltung

09. Februar 2026

B7 gedenkt Altbischof Maximilian Aichern

Mit großem Respekt und ehrlicher Dankbarkeit erinnert B7 Arbeit und Leben an Altbischof em. Maximilian Aichern.

Für uns bedeutet sein Tod nicht nur den Abschied von einem prägenden Kirchenmann, sondern von einem wichtigen Wegbegleiter in einer entscheidenden Phase unserer Entwicklung. In den frühen Jahren von B7 war seine Unterstützung mehr als ein Zeichen – sie war Rückenwind.

Maximilian Aichern war als „Sozialbischof“ weit über kirchliche Kreise hinaus bekannt. Sein Wahlspruch „In caritate servire“ – „In Liebe dienen“ – war für ihn keine Formel, sondern gelebte Überzeugung. Soziale Verantwortung gehörte für ihn ins Zentrum kirchlichen Handelns. Er setzte sich konsequent für Menschenwürde, Teilhabe und faire Arbeitsbedingungen ein – besonders für jene, deren Stimmen oft überhört werden.

Gerade in der Aufbauphase unseres Projekts war diese Haltung prägend. Er unterstützte B7 nicht nur ideell, sondern war persönlich präsent. Er besuchte unsere Einrichtung, suchte das Gespräch mit Mitarbeitenden und Projektverantwortlichen und zeigte echtes Interesse an der Lebensrealität der Menschen, die Unterstützung brauchten. Seine Präsenz war kein formeller Akt, sondern Ausdruck echter Verbundenheit.

Ein Blick in unsere Archive zeigt ihn im Austausch, im Zuhören, mitten unter Menschen. Für ihn waren soziale Initiativen kein Randthema, sondern ein selbstverständlicher Teil kirchlicher Verantwortung.

Fotocollage mit drei Aufnahmen von Altbischof Maximilian Aichern bei Besuchen in Arbeits- und Werkstatträumen: links beim Bedienen eines Geräts neben einer Mitarbeiterin, in der Mitte im Gespräch mit zwei Männern in einer Werkstatt, rechts im Austausch mit mehreren Männern zwischen Fahrrädern und Werkzeugen.

Was ihn auszeichnete, war seine zugewandte Art. Er begegnete Menschen auf Augenhöhe – mit Respekt, Klarheit und dem tiefen Vertrauen in ihre Würde. Er ließ sich nicht beirren, wenn es darum ging, soziale Fragen öffentlich anzusprechen. Er ermutigte jene, die Verantwortung konkret leben, und stärkte Initiativen, die Perspektiven schaffen.

Für B7 bleibt er ein Brückenbauer zwischen Kirche und Gesellschaft, zwischen Haltung und Handlung.

Wir danken ihm für sein Vertrauen, seine Unterstützung und die Spuren, die er hinterlassen hat.

Sein Wirken bleibt Auftrag:
soziale Verantwortung ernst zu nehmen,
Würde zu schützen,
und Menschen in schwierigen Lebenssituationen Perspektiven zu eröffnen.

In dankbarer Erinnerung
B7 Arbeit und Leben



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